Geschichte

Im Município Turmalina leben 28 000 Einwohner, die Vegetation der Cerrado – Hochflächen ist großflächig durch Eukalyptus-Plantagen sowie die Erz- und Zellulose verarbeitende Industrie zerstört. Diese beschäftigt heute in Turmalina noch ca. 100 Menschen. Früher wurden die Hochflächen von den Kleinbauern als Waldweide für Rinder genutzt. Die Eukalyptusmonokulturen haben sie auf die früher ebenfalls bewaldeten Hanglagen abgedrängt. Intensivnutzung und Brandrodung führten zum Rückgang der Bodenfruchtbarkeit und zu Erosion. Die Eukalyptusplantagen veränderten Mikro- und Makroklima mit der Folge drastischer Verringerung der Wasservorräte. In Turmalina muss die Bevölkerung während 3-4 Monaten mit Wasserwagen versorgt werden.

Aktivitäten

Campo Limpo e.V. - Projekt P 70: Centro de Agricultura Alternativa-Zentrum für Alternative Landwirtschaft
Pflanzaktion mit Schülern

Die agroforstwirtschaftliche Initiative CAV setzt auf Wiedergewinnung bzw. Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit durch die Eigendynamik der Natur. Abschattungen der Felder durch Büsche und Bäume und natürliche Humusbildung durch Pflanzenreste und Kleintierhaltung verhindern Bodenerosion und erhöhen die Fruchtbarkeit der Böden. Nach Jahren der Entwicklung werden die Produkte der Familien wie Gemüse, Früchte, Honig, Rohrohrzucker oder Maniok heute auf dem Wochenmarkt in Turmalina verkauft. Mittels Solartrockner werden auch Trockenfrüchte hergestellt und versandt. Die Schachteln für den Versand der Früchte werden von den Familien selbst gefaltet. Diese in 1996 aufgenommene Partnerschaft wurde in den zurückliegenden Jahren eine Beziehung mit viel gegenseitigem Vertrauen und großer Hoffnung.

Projektbetreuer: Ana Flavia Heinzmann, München

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